Geschichte Osteuropas und Südosteuropas
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Rumänien, Deutschland und die "jüdische Frage" 1937-1944

Gegenstand der geplanten Untersuchung ist die Interaktion zwischen Deutschland und Rumänien in der Politik gegenüber den auf rumänischem Herrschaftsgebiet lebenden Juden von 1937 bis 1944. Anhand der Tätigkeit ausgewählter Personen und Institutionen ist zu dokumentieren und zu analysieren, welchen Anteil die rumänische Seite an konzeptioneller Vorbereitung, organisatorischer Planung und praktischer Durchführung der antisemitischen Maßnahmen in ihrem Machtbereich hatte. Als Quellenbasis dienen Dokumente deutscher und rumänischer Provenienz, die in den Archiven der Ursprungsländer sowie in den USA lagern. Herangezogen werden dabei vor allem die nach 1989 zugänglich gewordenen Materialien, welche ein genaueres Bild der eigenstädigen Motivlage und umfassenden Zielsetzung des Antonescu-Regimes bei Verfolgung, Deportation und Massenmord erlauben. Die Studie leistet einen Beitrag zur Analyse der Beziehungen des NS-Regimes mit seinen südosteuropäischen Verbündeten; sie schließt eine Forschungslücke zu regionalen Dimensionen des Holocaust.

Projektleitung:

Prof. Dr. Marie-Janine Calic
Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München
Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas.

Bearbeiter:

Dr. Hildrun Glass
Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München
Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas.

Projektbeginn: 1. März 2006

Das Projekt wird von der DFG gefördert.