Geschichte Osteuropas und Südosteuropas
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Kurzbiographie und Veröffentlichungen

Kurzbiographie

Geb. 1962, Studium der Neueren und Osteuropäischen Geschichte und Slavistik in München, Moskau und Berlin. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin 1990-1995 und Stipendiat des DAAD bei der Russischen Akademie der Wissenschaften Moskau (1991), seit 1996 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichte der MLU Halle-Wittenberg, 1997/98 für ein Jahr Projektmitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig. Dissertation über die Preußenrezeption in Russland vom 18. bis 20. Jahrhundert (FU 1994), Habilitation über den römisch-katholischen und russisch-orthodoxen Klerus als Träger religiösen Wandels in den böhmischen Ländern bzw. (Sowjet-)Russland (Halle 2001), Mitarbeit am Handbuch der Geschichte Russlands. Seit dem Sommersemester 2003 Professor für Geschichte Osteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2009-2011 Forschungsprofessur im Rahmen von LMU exzellent. 2012-2016 Vorsitzender des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD). Seit 2012 Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien.

Forschungsfelder

Religionsgeschichte Ostmittel- und Osteuropas, Geschichte der Imperien in Osteuropa, Gesellschaftsgeschichte Russlands im 19. Jahrhundert, Historiographie und Geschichtsdenken in Russland, Geschichte Ostmitteleuropas, vor allem der tschechischen Geschichte seit 1848, Transnationale Beziehungen zwischen Ost-, Mittel- und Westeuropa.

Weitere Funktionen

Frühere Funktionen (Auswahl)

  • Vorsitzender des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), 2012-2016
  • Vorsitzender des Kompetenzverbundes "Historische Wissenschaften München", 2014-2017
  • Mitglied im Fachkollegium Neuere und Neueste Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 2008-2016
  • Beirat des Deutschen Historischen Instituts Warschau
  • Beirat des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • Beirat des Georg-Eckert-Instituts (GEI) - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig

Veröffentlichungen

Zur Religionsgeschichte Ostmittel- und Osteuropas

  • Tschechische Nation und katholische Konfession vor und nach der Gründung des Tschechoslowakischen Nationalstaats, in: Bohemia 38 (1997), S. 311-327.
  • Religion – Gesellschaft – Nation. Anmerkungen zu Arbeitsfeldern und Perspektiven moderner Religionsgeschichte Osteuropas, in: Nordost-Archiv 7 (1998), 2, S. 353-364.
  • Die mächtepolitische Raison religiöser Intoleranz. Bismarcks „Kulturkampf" im Kontext der preußisch-russischen Beziehungen, in: Churches – States – Nations in the Enlightment and in the Nineteenth Century (=Proceedings of the Commission internationale d'histoire ecclastique comparée, Lublin 1996), hg. v. Mirosław Filipowicz), Lublin 2000, S. 261-269.
  • Tradicii meždunardonoj politiki i religioznyj konflikt v nemecko-russkich otnošenijach posle 1871 g.[Traditionen der Mächtepolitik und der religiöse Konflikt in den deutsch-russischen Beziehungen nach 1871], in: Ab imperio 2000, 2, S. 135-146.
  • Konfession und Nation in den böhmischen Ländern, in: Deutsche und Tschechen. Geschichte – Kultur – Politik, hg. v. Walter Koschmal, Marek Nekula und Joachim Rogall, München 2001, S. 186-192.(Tschechische Übersetzung: Vyznání a národ v českých zemích, in: Češi a němci. Dějiny – kultura – politika, hg. v. Walter Koschmal, Marek Nekula und Joachim Rogall, Praha, Litomyšl 2001, S. 126-131.)
  • Revolution und religiöser Dissens. Der römisch-katholische und russisch-orthodoxe Klerus als Träger religiösen Wandels in den böhmischen Ländern und der Habsburgermonarchie bzw. in Russland 1848-1922, Habilitationsschrift, Universität Halle-Wittenberg 2001.
  • Historismus und konkurrierende kirchliche und konfessionelle Geschichtsdeutungen in Ostmittel- und Osteuropa zwischen den Weltkriegen, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 50 (2002), 2, S. 141-154.
  • Das 19. Jahrhundert als „Zweites Konfessionelles Zeitalter"? Thesen zur Religionsgeschichte der böhmischen Länder in europäischer Hinsicht, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung, 2002, 2, S. 514-529.
  • Religiöse Intoleranz, grenzüberschreitende Kommunikation und die politische Geographie Ostmitteleuropas im 18. Jahrhundert, in: Europäische Öffentlichkeit. Transnationale Kommunikation seit dem 18. Jahrhundert hg. v. Jörg Requate und Martin Schulze Wessel, Frankfurt a.M. 2002, S. 63-78.
  • (Hg. zusammen mit Hans-Christian Maner:) Kirche und Staat, Religion und Gesellschaft in Ostmitteleuropa in der Zwischenkriegszeit, Stuttgart 2002.
  • Einleitung (zusammen mit Hans Christian Maner), in: Religion im Nationalstaat zwischen den Weltkriegen. Polen – Tschechoslowakei – Ungarn – Rumänien, hg. v. Christian Maner und Martin Schulze Wessel, Stuttgart 2002, S. 5-16.
  • Konfessioneller Konflikt im Nationalstaat ČSR, in: Religion im Nationalstaat zwischen den Weltkriegen. Polen – Tschechoslowakei – Ungarn – Rumänien, hg. v. Christian Maner und Martin Schulze Wessel, Stuttgart 2002, S. 75-105.
  •  „Der Priester soll Bürger werden!“ – Priesterzölibat und bürgerliche Geschlechterordnung in Böhmen bzw. der Tschechoslowakei, in: Zwischen Kriegen. Nationen, Nationalismen und Geschlechterverhältnisse in Mittel- und Osteuropa 1918-1939, hg. v. Johanna Gehmacher/Elizabeth Harvey/Sophia Kemlein, Warschau 2003, S. 275-287.
  • Die Konfessionalisierung der tschechischen Nation, in: Nation und Religion in Europa. Mehrkonfessionelle Gesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert, hg. v. Heinz-Gerhard Haupt und Dieter Langewiesche, Frankfurt a.M., New York 2004, S. 135-150.
  • Katholik und Staatsbürger? Zur republikanischen Loyalität der Katholiken in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, in: Martin Schulze Wessel (Hg.), Loyalitäten in der Tschechoslowakischen Republik. Politische, nationale und kulturelle Zugehörigkeiten, München 2004, S. 179-191.
  • Die Deutschen Christen im Nationalsozialismus und die Lebendige Kirche im Bolschewismus – zwei kirchliche Repräsentationen neuer politischer Ordnungen, in: Journal of Modern European History 3 (2005), S. 147-163.
  • Die Nationalisierung der Religion und die Sakralisierung der Nation im östlichen Europa, in: ders., Nationalisierung der Religion und Sakralisierung der Nation in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, Stuttgart 2006, S. 7-14.
  • Rechtgläubigkeit und Gemeinschaft. Ekklesiologische und politische Bedeutungen des „sobornost’“-Begriffs in Russland, in: Lucian Hölscher (Hg.), Baupläne der sichtbaren Kirche. Sprachliche Konzepte religiöser Vergemeinschaftung in Europa, Göttingen 2007, S. 198-211.
  • The Impact of Religion on the Revolutions in France (1789) and Russia (1905/17), in: Manfred Hildermeier (Hg.), Historical Concepts between Eastern and Western Europe, New York, Oxford 2007, S. 48-58.
  • Religion und Politik. Überlegungen zur modernen Religionsgeschichte Russlands als Teil einer Religionsgeschichte Europas, in: Friedrich Wilhelm Graf, Klaus Große Kracht (Hg.), Religion und Gesellschaft. Europa im 20. Jahrhundert, Köln 2007, S. 125-150.
  • Zwischen kirchlichem Aggiornamento und außerkirchlicher Nationalisierung von Religion. 1848 als Schlüsseljahr in Tschechien, in: Urs Altermatt/ Franziska Metzger (Hg.), Religion und Nation. Katholizismen im Europa, Stuttgart 2007, S. 203-214.
  • Frühneuzeitliche Glaubensflucht: Grenzüberschreitende Zugehörigkeiten und die Mythen von Toleranz und Vertreibung, in: Rudolf von Thadden, Steffen Kaudelka und Thomas Serrier  (Hg.), Europa der Zugehörigkeiten. Integrationswege zwischen Ein- und Auswanderung, Göttingen 2007, S. 17-32.
  • Handbuch der Religions- und Kirchengeschichte der böhmischen Länder und Tschechiens im 20.  Jahrhundert, hrsg. zusammen mit Martin Zückert, München 2009.
    • Darin: Religion und Politik in den böhmischen Ländern und Tschechien im 20. Jahrhundert.
    • Darin: Die Tschechoslowakische Kirche.
  • Religion im Russländischen Reich und in der Habsburger Monarchie im Ersten Weltkrieg, in: Andreas Holzem (Hg.): Krieg und Christentum. Religiöse Gewalttheorien in der Kriegserfahrung des Westens, Paderborn 2009, S. 736-751.
  • Russland und das Erste Vatikanische Konzil, in: Der Heilige Stuhl in den internationalen Beziehungen 1870-1939, hg. v. Jörg Zedler, München 2010, S. 17-34.
  • Religion, Politics and the Limits of Imperial Integration -- Comparing the Habsburg Monarchy and the Russian Empire, in: Hirschhausen, Ulrike von; Leonhard, Jörn (Hg.): Comparing Empires: Encounters and Transfers in the Long Nineteenth Century. Göttingen 2011, S. 337-358.
  • Revolution und religiöser Dissens. Der römisch-katholische und der russisch-orthodoxe Klerus als Träger religiösen Wandels in den böhmischen Ländern und in Russland 1848-1922 (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum 123), München 2011 (=Habilitationsschrift, Universität Halle-Wittenberg 2001).
  • Religion, Nation and Secularization in Ukraine, Journal of Ukrainian Studies, Special Issue, 37 (2012).
  • Religion, Dynastie und Erster Weltkrieg - Zarenreich und Habsburger Monarchie, in: Osteuropa 64 (Februar-April 2014), S. 247-261.
  • Confessional Politics and Religious Loyalties in the Russian-Polish Borderlands, in: Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History 15 (Winter 2014), S. 184-196.
  • Jews and Muslims in the Russian Empire and the Soviet Union, hg. v. Franziska Davies, Martin Schulze Wessel und Michael Brenner, Göttingen, 2015.
  • Geteiltes Leid. Die Haltung der katholischen Kirche in Ostmitteleuropa zur Flüchtlingsfrage, in: Herder Korrespondenz 72 (2018), 5, S. 44-49.

Zur Geschichte der Habsburgermonarchie und der Tschechoslowakei

  • Die Mitte liegt westwärts. Mitteleuropa in tschechischer Diskussion, in: Bohemia 29 (1988), S. 325-344.(Tschechische Übersetzung: Střed je na západe. Střední Evropa v české diskusi osmdesátých let, in: Evropa očima Čechů, hrsg. Společnost Franze Kafky, Praha 1997, S. 73-94.)
  • Die Tschechoslowakei auf dem Weg "zurück nach Europa", in: Was früher hinter dem eisernen Vorhang lag. Kleine Osteuropakunde vom Baltikum bis Bessarabien, hrsg. v. B. Bonwetsch und M. Grieger, Dortmund 1991, S. 137-158.
  • Vom Tabu zum Mythos? Der "spezifische Weg zum Sozialismus" in der Tschechoslowakei, in: Kommunismus und Osteuropa. Konzepte, Perspektiven und Interpretationen im Wandel, hrsg. v. Eva Schmidt-Hartmann, München 1994, S. 243-256.
  • "Sudetendeutsche" Identität und Mächtepolitik, in: Bohemia 35 (1994), S. 393-398.
  • Der Niedergang der Habsburgermonarchie, in: Das Ende der Weltreiche. Von den Persern bis zur Sowjetunion, hrsg. v. Alexander Demandt, München 1997, S. 89-107.
  • „Du bist eine puissance oder kannst es sein": Literarisches Prestige und Völkerbeziehungen im Revolutionsjahr 1848 (Palacký – Bakunin – Tjutčev),  in: Grenzüberschreitungen oder Der Vermittler. Festschrift für Bedřich Loewenstein, Praha, Brno 1999, S. 173-184.
  • Zeitgeschichtsschreibung in Tschechien. Institutionen, Methoden, Debatten, in: Zeitgeschichte als Problem. Nationale Traditionen und Perspektiven der Forschung in Europa, hg. v. Alexander Nützenadel und Wolfgang Schieder, Göttingen 2004, (=Geschichte und Gesellschaft, Sonderheft 20), S. 307-328.
  • Martin Schulze Wessel (Hg.), Loyalitäten in der Tschechoslowakischen Republik. Politische, nationale und kulturelle Zugehörigkeiten, München 2004.
  • Katholik und Staatsbürger? Zur republikanischen Loyalität der Katholiken in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, in: Martin Schulze Wessel (Hg.), Loyalitäten in der Tschechoslowakischen Republik. Politische, nationale und kulturelle Zugehörigkeiten, München 2004, S. 179-191.
  • Kontinuitäten und Brüche in den tschechisch-deutschen Beziehungen, in: Ost-West. Europäische Perspektiven 5 (2004), S. 248-255.
  • Kurt Eisner und Béla Kuhn: die Revolutionen in München und Budapest 1918/19, in: Schmid, Alois / Weigand, Katharina (Hgg.), Bayern - mitten in Europa. Vom Frühmittelalter bis ins 20. Jahrhundert, München 2005.
  • Czech Anti-Semitism in the Context of Tensions Between National and Confessional Program, and the Foundation of the Czechoslovak National Church. In: Bohemia 46 (2005) 102-107.
  • Die Politik gegenüber den Juden in der Ersten Tschechoslowakischen Republik: Entwürfe und Wirklichkeiten (1918-1938), in: Dietmar Dahlmann/Anke Hillbrenner (Hrsg.), Zwischen großen Erwartungen und bösem Erwachen. Juden, Politik und Antisemitismus in Ost- und Südosteuropa 1918-1945. Paderborn 2007, S. 121-136.
  • Vom "Kulturkampf" zum Konsensprinzip. Kulturpolitische Voraussetzungen des kommunistischen "Coup d'État" in der Tschechoslowakei 1948. In: Zückert, Martin/Hölzlwimmer, Laura (Hg.): Religion in den böhmischen Ländern 1938-1948. Diktatur, Krieg und Gesellschaftswandel als Herausforderungen für religiöses Leben und kirchliche Organisation. München 2007, S. 19-30.
  • Zur Geschichte der Mächte in Zukunftsvorstellungen und staatliche Planung im Sozialismus: Die Tschechoslowakei im ostmitteleuropäischen Kontext 1945-1989, hg. zusammen mit Christiane Brenner, München 2010.    
    • Darin: Zukunftsentwürfe und Planungspraktiken in der Sowjetunion und der sozialistischen Tschechoslowakei: Zur Einleitung, S. 1-18.
  • Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Welt, Stuttgart 2018.                                                                        (Tschechische Übersetzung: Pražské jaro. Průlom do nového světa, Praha 2018.)
  • Inszenierte Loyalitäten: Tschechische Deutungen der Habsburgermonarchie und des tschechoslowakischen Nationalstaats am Ende des Ersten Weltkriegs, in: Helmut Rumpler und Ulrike Harmat (Hg.): Bewältigte
    Vergangenheit? Die nationale und internationale Historiographie zum Untergang der Habsburgermonarchie als ideelle Grundlage für die Neuordnung Europas, Wien 2018, S. 189-199.

 Zur Geschichte der Mächte in Osteuropa vom 18. bis 20. Jahrhundert

  • Russlands Blick auf Preußen. Die polnische Frage in der Diplomatie und politischen Öffentlichkeit des Zarenreiches und des Sowjetstaates 1697-1947, Stuttgart 1995 (= Dissertation FU Berlin 1994).
  • Lomonosov und Preußen im Siebenjährigen Krieg. Literatur im Licht von Strukturgeschichte, in: Jahrbuch für Geschichte Ost- und Mitteldeutschlands 44 (1995), S. 45-63.
  • Hegemonie oder europäische Sicherheit. Zwei deutschlandpolitische Denkschriften des sowjetischen Historikers E.V. Tarle, in: Berliner Jahrbuch für osteuropäische Geschichte 1995/1, S. 271-288.
  • Systembegriff und Europapolitik der russischen Diplomatie im 18. Jahrhundert, in: Historische Zeitschrift 266 (1998), S. 649-669.
  • A.I. Osterman i ego politika v otnošenii Polši v istoričeskom osveščenii (Die Polenpolitik Andrej I. Ostermans als Problem der historischen Rezeption), in: Meždunarodnye i vnutrennie faktory razdelov Reči Poslpolitoj (Internationale und innere Faktoren der Teilungen Polens), hg. v. G.A. Makarov u.a., Moskau 1999, S. 6-19.
  • Die Epochen der russisch-preußischen Beziehungen, in: Handbuch der Preußischen Geschichte, hg. v. Wolfgang Neugebauer, Bd. 3: Vom Kaiserreich zum 20. Jahrhundert und große Themen der Geschichte Preußens, Berlin, New York 2001, S. 713-787.
  • Zur Frage der Rationalität von Ostermanns Außenpolitik, in: Ein Deutscher am Zarenhof. Heinrich Graf Ostermann und seine Zeit 1687-1747, hg. v. Johannes Volker Wagner, Bernd Bonwetsch und Wolfgang Eggeling, Essen 2001, S. 165-171.
  • Die Restauration Birons zum kurländischen Herzog 1762 als Zäsur in der russischen Ostmitteleuropapolitik des 18. Jahrhunderts, in: Katharina II., Russland und Europa. Beiträge zur internationalen Forschung (=Veröffentlichung des Instituts für Europäische Geschichte, Beiheft 45), hg. v. Claus Scharf, Mainz 2001, S. 59-74.
  • Russische Historiographen über die preußische Geschichte, in: Deutsche und Deutschland aus russischer Sicht ( =West-östliche Spiegelungen, hg. v. Lev Kopelev ). Bd. II/4: Von den Reformen Alexanders II. bis zum Ersten Weltkrieg, hg. von Dagmar Hermann und Aleksandr Ospovat, München 2001.
  • Polen als Spielball europäischer Großmachtinteressen im 18. jahrhundert, in: Acta Ising 2004, München 2005, S. 71-84.
  • Die deutschen Mächte Preußen und Russland in der doppelten Optik der russischen Universalgeschichtsschreibung und Russlandhistorie, in: Dagmar Herrmann (Hg.), Deutsche und Deutschland aus russischer Sicht. 19./20. Jahrhundert: Von den Reformen Alexanders II. bis zum Ersten Weltkrieg (=West-östliche Spiegelungen hg. v. Lew Kopelew, Reihe B, Bd. 4), München 2006, S. 134-148.
  • Russland und Preußen 1800-1860, in: Macht und Freundschaft Berlin – St. Petersburg 1800 -1860, hg. v. Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Leipzig 2008, S. 23-38.
  • Der Erste Weltkrieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Überlegungen zu Kontinuitäten und Brüchen, in: Zivilisationsbrüche eines Jahrhunderts. Stoletie civilizacionnych kataklizmov 1914-2014 (= 16. Potsdamer Begegnungen), hg. v. Deutsch-Russischen Forum, Berlin 2014, S. 32-42.
  • Politics and Legitimacy in Post-Soviet Eurasia, hg. v. Martin Brusis, Joachim Ahrens und Martin Schulze Wessel, Croydon, 2016.

Zur Geschichte von Erinnerungskulturen

  • Rapallo, in: Deutsche Erinnerungsorte, hg. v. Étienne Francois und Hagen Schulze, München 2001, S. 537-551.
  • Diskurse über Zwangsmigrationen in Zentraleuropa. Geschichtspolitik, Fachdebatten, literarisches und lokales Erinnern seit 1989, hg. zusammen mit Peter Haslinger und Erik Franzen, München 2008.
  • Pamięć polska, pamięć niemecka od XIX do XXI wieku. Wybrane problemy, hrsg. zusammen mit Zdisław Noga, Toruń 2009.
  • Vilnius. Geschichte und Gedächtnis einer Stadt zwischen den Kulturen, hg. zusammen mit Irene Götz und Ekaterina Makhotina, Frankfurt a.M. 2010.
    • Darin: Einleitung, S. 9-24.
  • Konzeptionelle Überlegungen für die Ausstellungen der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung", in: HSozKult, Forum, 10.9.2010; online abrufbar.
  • Medien zwischen Fiction-Making und Realitätsanspruch. Konstruktionen historischer Erinnerungen (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum 121), hg. zusammen mit Monika Heinemann, Hannah Maischein, Monika Flacke und Peter Haslinger, München 2011.  
    • Darin: Erinnerungen im Zeichen von Medien: Entwicklungen, Ansprüche und Konflikte bei der Repräsentation des Zweiten Weltkrieges, zusammen mit Monika Flacke und Peter Haslinger.
  • Geschichte vor Gericht. Zum juristischen und geschichtswissenschaftlichen Umgang mit dem Unrecht untergegangener Staatsordnungen in Deutschland und im östlichen Europa, in: Bewusstes Erinnern und bewusstes Vergessen (=Ius Internationale et Europeum 52), hg. v. Angelika Nussberger und Caroline von Gall, Tübingen 2011, S. 9-28.
  • (zusammen mit Arpad Hornjak, Padraic Kenney, Robert Letz, Jan Rydel, Matthias Weber) Editors‘ Preface, in: Remembrance and Solidarity. Studies in 20th Century European History 1 (2012), 9-15.
  • Krieg im Museum. Präsentationen des Zweiten Weltkriegs in Museen und Gedenkstätten des östlichen Europa, zusammen mit Ekaterina Makhotina/Ekaterina Keding/Włodzimierz Borodziej/Etienne François, Göttingen 2015.
  • Erinnern - Ausstellen- Speichern: Deutsch-tschechische und deutsch-slowakische Beziehungsgeschichte im Museum, Veröffentlichungen der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission, Band21, hg. zusammen mit  Dušan Kováč und Miloš Řezník, Essen 2017 (Tschechische Übersetzung: Dušan Kováč, Miloš Řezník, Martin Schulze Wessel (eds.): Paměť – expozice – ukládání. Muzealizace dějin v česko-německo-slovenském kontextu, Praha 2017).
    • Darin: (zusammen mit Miloš Rezník:) Das Museum als Medium einer Verflechtungsgeschichte von Deutschen, Tschechen und Slowaken. Zur Einleitung, S.7-21 (Tschechische Übersetzung: zusammen mit Miloš Řezník: Muzeum jako médium histoire croisée Němců, Čechů a Slováků. Úvod, S. 7-20).
    • Darin: (zusammen mit K. Erik Franzen, Claudia Kraft, Stefanie Schüler-Springorum, Tim Völkering, Volker Zimmermann, Martin Zückert:) Konzeptionelle Überlegungen für Ausstellungen der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, S. 151-171 (Tschechische Übersetzung: zusammen mit K. Erik Franzen, Claudia Kraft, Stefanie Schüler-Springorum, Tim Völkering, Volker Zimmermann, Martin Zückert: Koncepční úvahy k výstavám „Nadace útěk, vyhnání, smíření“, S. S. 130-147).

Zur Kultur- und Gesellschaftsgeschichte Russlands

  • (zusammen mit Michael Schippan:) Forschungstendenzen. Zur Geschichte Russlands 1796-1856, in: Handbuch der Geschichte Russlands, Bd. 2: Vom Randstaat zur Hegemonialmacht, hg. v Klaus Zernack, Lieferung 13, Stuttgart 1996, S. 895-934.
  • „Zum Okzidentverständnis der russischen Staatselite und des russischen Adels in der Zeit Peters I.", erscheint in: Okzidentbilder, Konstruktionen und Wahrnehmungen, hg. v. Martina Winkler u.a., Leipzig 2000, S. 53-67.
  • Städtische und ländliche Öffentlichkeiten in Russland 1848, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 48 (2000), 4, S. 293-308.
  • Die Konstruktion des Neuen Menschen in der sozialistischen Revolution – Wissenschaften vom Neuen Menschen im revolutionären Russland, in: Ecce Homo! Menschenbild – Menschenbilder, hg. V. Wilhelm Vossenkuhl u.a., Stuttgart 2009, S. 66-86.
  • (zusammen mit Franziska Davies:) München und Moskau im 19. Jahrhundert, in: Städte im Aufbruch. München und Moskau 1812-1914. Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, des Stadtarchivs München und des Museums für die Geschichte Moskaus in Gesamtverantwortung der Bayerischen Staatskanzlei. München, 7.10.-27.11.2009. Bearb. von Gerhard Hetzer, Bertold Flierl, Manfred Pete, S. 5-23.
  • Die Zukunft des Vergangenen  - Lehren und Lernen aus der Geschichte, in: XV. Postdamer Begegnungen, hg. v. Ernst-Jörg von Studnitz (Deutsch-Russisches Forum e. V), Berlin 2013, S. 82-85.

Zur Geschichte von Transnationalität

  • Europäische Öffentlichkeit. Transnationale Kommunikation seit dem 18. Jahrhundert, hg. v. Jörg Requate und Martin Schulze Wessel, Frankfurt a.M. 2002.
    • Darin: (zusammen mit Jörg Requate) Europäische Öffentlichkeit. Realität und Imagination einer Appelationsinstanz, S. 11-42
    • Religiöse Intoleranz, grenzüberschreitende Kommunikation und die politische Geographie Ostmitteleuropas im 18. Jahrhundert, S. 63-78.
  • Souverci za hranicemi. Náboženská intolerance, transteritoriální komunikace a politická geografie stredovýchodní Evropy v 18. století, in: Dejiny a soucasnost 26 (2004), 6, S. 7-11.
  • Zeitgeschichte als internationale Geschichte - Antwort an Jirí Pešek, in: Bohemia 45 (2004), S. 184-187.
  • Die Bedeutung „europäischer Öffentlichkeit“ für die transnationale Kommunikation religiöser Minderheiten im 18. Jahrhundert, in: Andreas Ranft (Hg.), Der Hoftag in Quedlinburg. Von den historischen Wurzeln zum Neuen Europa, Berlin 2006, S. 163-173.
  • Politics and Legitimacy in Post-Soviet Eurasia, hg. zusammen mit Martin Brusis und Joachim Ahrens, Palgrave, Basingstoke, New York 2016.
  • Konvergenzen und Divergenzen in der europäischen Geschichte vom Prager Frühling bis heute, in: Geschichte und Gesellschaft 43 (2017) 1, S. 92-109.

Methodisches, Forschungsgeschichtliches

  • (zusammen mit Karin Borck:) Betrachtungen zur hundertjährigen Geschichte der Osteuropa-Historie in Berlin, in: Berliner Jahrbuch für osteuropäische Geschichte 1 (1994), S. 135-148.
  • Osteuropäische Geschichte in vergleichender Sicht, hrsg. zusammen mit Michael G. Müller, Fikret Adanir, Christian Lübke, Berlin 1996.
  • (zusammen mit Fikret Adanir, Christian Lübke, Michael G. Müller:) Traditionen und Perspektiven vergleichender Forschung über die historischen Regionen Osteuropas, in: Berliner Jahrbuch für osteuropäische Geschichte 1996/1, S. 11-44.
  • „Ost" und „West" in der Geschichte des europäischen Nationalismus, in: Ost-West. Europäische Perspektiven 2 (2001), 3, S. 163-171.
  • „Loyalität“ als geschichtlicher Grundbegriff und Forschungskonzept: Zur Einleitung, in: Martin Schulze Wessel (Hg.), Loyalitäten in der Tschechoslowakischen Republik. Politische, nationale und kulturelle Zugehörigkeiten, München 2004, S. 1-22.
  • Zeitgeschichte als internationale Geschichte - Antwort an Jirí Pešek, in: Bohemia 45 (2004), S. 184-187.
  • Westen; Okzident, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, hg. v. Joachim Ritter, Karlfried Gründer und Gottfried Gabriel, Bd. 12, Basel 2005, S. 667-672.
  • Eine Standortbestimmung der Osteuropäischen Geschichte, Themenheft der online-Zeitschrift zeitenblicke 6 (2007), Nr. 2.
  • Themenheft „Terrorismus“, Geschichte und Gesellschaft, 35, 3 (2009), darin: Terrorismusstudien. Bemerkungen zur Entwicklung eines Forschungsfelds in: Geschichte und Gesellschaft 35, 3 (2009), S. 357-367.
  • Die Zukunft des Vergangenen, in: Zukunftswirkung der Vergangenheit. Vlijanie proslogo na buduscee, (15. Potsdamer Begegnungen), hg. v. Deutsch-Russisches Forum, Berlin 2013, S. 82-86.
  • Gewinner und Verlierer, in: Geschichte für Heute. Zeitschrift für historisch-politische Bildung, 7 (2014), S. 5-10.
  • Loyalitäten in supranationalen Ordnungen, In: Geschichte und Gesellschaft, Zeitschrift für Historische Sozialwisenschaft, 42. Jahrgang, Heft 4, Göttingen Oktober-Dezember 2016.
  • Zusammen mit Jana Osterkamp: Texturen von Loyalität. Überlegungen zu einem analytischen Begriff, in: Geschichte und Gesellschaft, Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft, 42 (2016), 4, S. 553-576.
  • Exploring Loyalty, Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Band 136, hg. zusammen mit Jana Osterkamp, München 2017.
    • Darin: (zusammen mit Jana Osterkamp:) Exploring Loyalty, S. 1-16.
  • The Commemoration of Forced Migrations in Germany, In: Cornelia Wilhelm: Migration, Memory and Diversity. Germany from 1945 to the Present, New York/ Oxford 2017, S.15-31.
  • Der Angriff des Populismus auf die Geschichte. Weshalb ein kritisches Geschichtsbewusstsein für die Demokratie unerlässlich ist, In: Analysen & Argumente, Konrad Adenauer Stiftung, Berlin Juni 2017, Ausgabe 256.
  • Die Deutsch-Ukrainische Historikerkommission, in: Christoph Cornelißen, Paolo Pezzino (Hg.): Historikerkommissionen und historische Konfliktbewältigung, Berlin, Boston 2018, S. 95-108.

Publizistische Texte