Geschichte Osteuropas und Südosteuropas
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Habilitationsprojekt: Jenseits von „Ost“ und „West“. Eine vergleichende Verflechtungsgeschichte von Streiks und Arbeitskämpfen in Polen, Großbritannien und der Sowjetunion in den 1980er und 1990er Jahren

In den 1980er Jahren vollzogen sich auf beiden Seiten des „Eisernen Vorhangs“ dramatische Arbeitskämpfe. Am Anfang standen die Arbeiter und Arbeiterinnen der Danziger Werft, die mit Gründung der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność 1980 das kommunistische Regime in Polen herausforderten. Wenige Jahre später kämpften Bergbauarbeiter in Großbritannien erbittert gegen die Minenschließungen der konservativen Regierung Margaret Thatchers und 1989 und erneut 1991 begehrten Bergbauarbeiter in der Sowjetunion mit einem Massenstreik gegen den sozialistischen Staat auf. Trotz ihrer zeitlichen Nähe sind diese Arbeiteraufstände bisher nicht als Teil einer gemeinsamen europäischen Geschichte betrachtet worden, sondern stehen in eigenen historiographischen und disziplinären Traditionen. Das Projekt setzt genau hier an, indem es erstens die gegenseitigen Wahrnehmungen und Verflechtungen zwischen diesen Bewegungen erforscht und sie zweitens vergleichend analysiert. Damit wird ein Beitrag zu einer transnationalen Geschichte von Arbeit und Arbeiterbewegungen im 20. Jahrhundert geleistet.


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